Finanzhaie würden FDP wählen.Die neuen Wahlkampfplakate der SPD, wie z.B. das mit dem Spruch “Finanzhaie
würden FDP wählen” finde ich mal ein klassisches Eigentor.

Gesehen an der Autobahnauffahrt Zweibrücken-Ixheim zur A8 (Foto:H.-W.
Roth)
Ich finde, in einen Wahlkampf gehören Aussagen über das eigene
Programm, über die Richtung, die man einschlagen will, sowie Ziele, die man zu
erreichen gedenkt. Auf keinen Fall, und das niemals, sollte man Wahlkampf mit dem Diffamieren von Konkurrenten betreiben! Das finde ich arm und zeugt einfach von fehlenden Ideen. Kurzum es ist stillos! Auch wenn man argumentieren kann, dass der Spruch unten rechts der Hinweis auf die eigenen Ziele ist, das Plakat an sich versucht einfach nur, eine andere Partei und die eventuellen Wähler zu diskreditieren. Traurig, dass die SPD so etwas nötig hat, bzw. zu solchen Mitteln greift. Aber ich kann Sie beruhigen!
Wie Sie sehen ... 
... es steckt nichts dahinter!
Reaktion von unserem Bundestagsabgeordneten Dr. Volker Wissing:
Diese
Schlussfolgerung ergibt sich nahezu zwangsläufig aus dem politischen Handeln der
SPD. Nicht nur, dass die SPD der Hypo Real Estate mal eben 100 Mrd. Euro
problemlos und diskret zur Verfügung stellt, nein, sie verbittet sich auch
ausdrücklich kritische Nachfragen der Öffentlichkeit und insbesondere der
Opposition. Wen ein mulmiges Gefühl beschleicht, dass der SPD-Finanzminister
einer einzigen Bank den Betrag zur Verfügung stellt, den der deutsche Staat für
die soziale Absicherung der Bürgerinnen und Bürger aufwendet, dem wirft man
Wahlkampfgetöse vor. Finanzhaie könnten sich jedenfalls keine bessere politische
Rückendeckung wünschen, als die der SPD.
Dieses
Bild zieht sich durch die gesamte Regierungszeit der SPD. Diese stellt immerhin
bereits seit 1998 den Bundesminister der Finanzen. Auch 2003 gab es eine ernste
Finanzkrise, auch diese wurde auf bewährte SPD-Manier scheingelöst. Die
Kreditanstalt für Wiederaufbau hat den Banken, insbesondere der Dresdner- und
der Commerzbank, bei der Bestattung einiger Leichen aus den bankeigenen Kellern
geholfen und ansonsten das Prinzip Hoffnung walten lassen. Die Hoffnung, dass
alles wohl nicht so schlimm werden würde. Auch damals gab es übrigens eine
Krisenrunde mit den Spitzenvertretern des Bankenwesens, auch damals forderte
Herr Ackermann eine Bad Bank und auch damals sollte alles unter Ausschluss der
Öffentlichkeit stattfinden. Finanzhaie stoßen bei der SPD nicht nur auf großes
vorauseilendes Verständnis, sondern vor allem auf finanzielle Zuwendung und
Diskretion.
Genauso war es auch 2008. Die Bundesregierung hat sich mit den Vertretern der
Kreditwirtschaft getroffen und das Ergebnis für die Bürgerinnen und Bürger ist,
dass ihnen Risiken in der sagenhaften Höhe von 235 Mrd. Euro aufgebürdet wurden.
Wie kooperativ das Bundesministerium der Finanzen gegenüber dem Kreditgewerbe
ist, lässt sich hervorragend am Beispiel der Hypo Real Estate belegen. Die
deutsche Finanzaufsicht warnt zu Beginn des Jahres 2008 über die bedrohliche
Liquiditätslage bei der Hypo Real Estate. Im SPD-Finanzministerium hält man
diese Information aber für so irrelevant, dass man sie zu einer Angelegenheit
der unteren Dienstebene macht. Man will schließlich den Finanzhaien nicht das
Wasser abgraben. Diese sollen ihre Raubzüge auch weiterhin ungestört ausführen
dürfen.
Selbst
als die Finanzaufsicht bereits Sonderberichte zunächst im Wochen- und dann im
Tagesrhythmus anforderte, war man im Bundesministerium der Finanzen sehr
entspannt. Der zuständige Abteilungsleiter fuhr erst einmal in Urlaub und als er
wohl gebräunt und erholt zurückkam, wollte er diese Berichte auch nicht lesen.
Als das Scheitern der Hypo Real Estate schließlich offensichtlich wurde, gab es
im ganzen Finanzministerium nur einen, der wirklich davon überrascht wurde: Peer
Steinbrück. Entsprechend hilflos agierte er, zunächst wollte er retten, dann
geordnet abwickeln, dann verwerten und schließlich verstaatlichen. Mittlerweile
hat der Bundesminister der Finanzen seine Pirouette vollendet und bescheinigt
der Hypo Real Estate eine hervorragende Zukunftsperspektive. Su-Peer!!!
Selbstverständlich konnte er nicht zulassen, dass die Finanzhaie auf dem
Trockenen zappeln und sorgte schnell für die notwendige Liquidität, zunächst
gemeinsam mit den Banken, später im Alleingang mit Steuergeldern. Mittlerweile
stehen die Bürgerinnen und Bürger mit nahezu 100 Mrd. Euro für die Hypo Real
Estate gerade.
Und
die SPD§ Die SPD verbittet sich Nachfragen, im verzögert die Beweisanträge der
Opposition und schlägt vor, dass man vielleicht erst einmal einen Experten
befragen solle, wie denn nun die Hypo Real Estate eigentlich so funktioniere.
Hier bietet sich ein erschreckendes Bild: offensichtlich stoßen sich die
Abgeordneten von CDU/CSU und SPD nicht daran, dass die Bundesregierung mal eben
mit 100 Mrd. Euro für eine Bank bürgt, von deren Geschäftsmodell bzw. –politik
sie nach eigener Darstellung keine Ahnung hat. Die SPD kann einen Finanzhai
nicht von einem Goldfisch unterscheiden.
Aus
Sicht der Finanzhaie gibt es nur eine logische Konsequenz: SPD wählen. Denn die
SPD macht nicht nur problemlos das Geld der Bürgerinnen und Bürger locker, nein,
sie setzt sich auch noch für eine diskrete und geräuschlose Abwicklung unter
Ausschluss der Öffentlichkeit ein. Finanzhaie wissen, ohne SPD würden sie längst
auf dem Trockenen zappeln.
Ihr
Volker Wissing
http://fdpbundestagsfraktion.wordpress.com/2009/04/24/finanzhaie-wurden-spd-wahlen/
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